Akademie Urspring – GEMEINSAM leben & lernen

Philosophieakademie in Rom (von Linus Kling)

Im Vordergrund der Akademie standen natürlich die philosophischen Fragestellungen der Dozenten aus Deutschland, Amerika, Spanien und aus Rom. Dies war aufgrund der entspannten Atmosphäre unter uns Teilnehmern auch sehr gut möglich und half uns ebenfalls das harte und dichte Programm der Akademie zu überstehen. Es wurde viel gelacht, aber auch nach den Vorlesungen über das Leben, die Religion und alles was das Herz begehrt geredet und diskutiert. Auch jetzt besteht noch der Kontakt zur ganzen Gruppe, in der immer noch ein reger Austausch stattfindet. Unser Hotel lag idyllisch am Lago Albano mit Blick auf Rom. Die lange Geschichte und Tradition dieser Stadt,  spürt man an jeder Straßenecke. Wir liefen immer wieder über einen Flecken Geschichte ohne es im ersten Moment überhaupt zu merken. Mit exklusiven Einblicken in die Päpstliche Universität Gregoriana und den Vatikan, sowie ein Gespräch mit dem Beamten für Innere und Äußere Politik des Vatikan bekamen wir auch hier einen einmaligen Einblick. 

 

 

 

Lydia W. (Jahrgang 12) berichtet von einer Lernumgebung der ganz anderen Art

Die Deutsche SchülerAkademie gab mir die Möglichkeit, 17 Tage mit ungefähr 100 anderen Schülerinnen und Schülern auf einem Internat in Urspring zu leben und dort gemeinsam die Zeit zu verbringen und neues außerschulisches Wissen zu erlangen. Das Programm bestand aus einer Mischung von Kurseinheiten, bei denen wir uns spezifisch mit unserem Kursthema befasst haben, kursübergreifenden Angeboten, die von uns Teilnehmern zum Großteil selbst organisiert wurden, und Freizeit, die wir meist dazu nutzten, uns besser kennenzulernen. Auf der Akademie gab es verschiedene Kurse, für die wir uns schon im Voraus bewerben mussten. Der von mir
gewählte Kurs „Religion und Staat in der Antike“ fand parallel zu den anderen Angeboten wie zum Beispiel „Architekturgeschichte“, „Experiment Wirtschaft“, „Von Stimmen zu Sitzen“ oder „Quanteninformationstheorie“ statt. In meinem Kurs haben wir in einer Gruppe von 15 Teilnehmern und 2 Kursleitern zusammengearbeitet, lebendige Diskussionen geführt und uns in Form von Referaten gegenseitig über verschiedene Inhalte informiert. Zudem hatten wir die Möglichkeit, von anderen Kursen über ihre Themen informiert zu werden und selber in unterhaltsamer Weise unsere Ergebnisse den Anderen zu präsentieren.
Ein typischer Tag auf der Akademie verlief so: Meine Zimmernachbarin und ich standen nach einer mal wieder viel zu kurzen Nacht auf, um noch Zeit für das leckere Frühstück zu haben. Anschließend hieß es: auf zum Plenum. Hier trafen wir uns jeden Morgen, um über die wichtigsten Neuigkeiten und Abläufe informiert zu werden und zudem die verschiedenen Freizeitangebote vorzustellen. Jeder hatte nämlich die Gelegenheit, seine Fähigkeiten und Interessen den anderen Teilnehmern
zu vermitteln. So gab es zum Beispiel eine Teilnehmerin aus Ägypten, die versuchte uns die arabische Sprache näher zu bringen, oder auch Hip-Hop Tänzer, mit denen wir Choreografien einstudieren konnten. Was diese Angebote betraf, gab es keinerlei Einschränkungen und es wurde sich zum Badminton, Fußball oder Fitnesstraining aber auch zum Philosophieren, Filme schauen oder Theaterspielen getroffen. Nach der morgendlichen Besprechung ging es dann also auf in die Kurse. Bis zum Mittagessen wurden dort fleißig diskutiert und gearbeitet. Oft haben die Kursleiter kurze Vorträge über die verschiedenen Themenbereiche gehalten, um uns anschließend die Möglichkeit zu geben, sich nochmal in Form von Gruppenarbeiten tiefer mit den Texten auseinanderzusetzten.
Nach dem Mittagessen bestand nun die Möglichkeit, die am Morgen vorgestellten Freizeitangebote zu nutzen. Auch am Abend gab es eine Kursschiene, wobei danach
noch Zeit war, um sich nochmal zum Sport zusammen zu tun, in die Stadt zu gehen oder sich auf die Sofas zu kuscheln und den Abend zu genießen. Dieser Ablauf
variierte allerdings in vielerlei Hinsicht. Es gab zum Beispiel einen Exkursionstag, an dem man sich zwischen Kanufahren, Wandern, Fahrradfahren und einer Shoppingtour in Stuttgart und Ulm entscheiden konnte. Zudem haben wir ein Volleyballturnier, ein Konzert und zwei Partys organisiert, was alles viel Spaß gemacht
hat und uns zu einer tollen Gemeinschaft werden ließ.

Insgesamt kann ich nur sagen, dass die Akademie für mich eine einmalige Erfahrung war. Abgesehen davon, dass ich viel Spannendes gelernt habe, erstreckt sich mein neuer Freundeskreis nun über ganz Deutschland und reicht sogar bis nach Hongkong, Ägypten, Peru oder Palästina. Zweieinhalb Wochen gemeinsam zu verbringen und tolle Sachen auf die Beine zu stellen schweißt zusammen, sodass uns der Abschied sehr schwer gefallen ist und wir uns sicher bald wiedersehen werden.


Lydia W.

Philosophie in Florenz

Wer in den Sommerferien Italien in Kombination mit philosophischen Diskussionen genießen will, dem sei die Philosophieakedemie in Florenz empfohlen. Ein kurzer Bericht von Jakob Ballmaier, der einen Platz im Sommer 2014 erreicht hat.

Das wichtigste an der Akademie sind die sehr interessanten Vorträgen und anschließenden Diskussionen mit Professoren aus Deutschland, Italien, England und Amerika. Es wurden Themen wie Logik und Wahrheit, Würde und Freiheit des Menschen, Religiosität und der Umgang mit dem Tod betrachtet.
Auch beim Essen, den Pausen und am Abend kamen immer wieder gute Gespräche über die Themen des Tages zustande, wobei diese oft auf Kosten der ohnehin schon geringen Schlafenszeit gingen, die durch zahlreiche Spielrunden „Werwolf“ weiter verkürzt wurde. Als Unterkunft diente eine Villa in alten Olivenhainen oberhalb von Florenz mit einem wunderbaren Blick über die Stadt. Neben den Vorträgen und Diskussionen wurden auch die Städte Florenz und Siena besichtigt.

Für mich war die Zeit in Florenz nicht nur sehr anstrengend und informativ, sondern vor allem unglaublich schön und prägend. Ich habe unter den Teilnehmern viele beeindruckende Menschen kennengelernt, mit einigen haben sich auch neue Freundschaften entwickelt.

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