Schulprogrammgruppe

Qualitätsentwicklung am Otto-Hahn-Gymnasium

Schulqualität in Niedersachsen


Das neue niedersächsische Schulgesetz, das „Gesetz zur Eigenverantwortlichkeit der Schulen“, enthält verbindliche Vorgaben für die Schulprogramm- und Qualitätsentwicklung der niedersächsischen Schulen. Demnach sind alle Schulen einem „total quality management“ unterworfen, d.h. die Schulen haben einen Prozess der Qualitätsentwicklung einzuleiten, welcher sowohl durch eine externe Evaluation als auch durch interne Evaluationsmechanismen beständig überprüft werden soll. Die Ergebnisse dieser Evaluationen sollen Eingang finden in die beständige Fortschreibung des Schulprogramms, in dem die Schulen ihre wichtigsten Ziele festgeschrieben haben.

Schulprogrammentwicklung am OHG

Das Otto-Hahn-Gymnasium hat – als eines der ersten Gymnasien in Niedersachsen – schon relativ früh im Jahr 2000 mit der Erarbeitung eines Schulprogramms begonnen. Eine große Evaluation der Stärken und Schwächen unserer Schule, die im Schuljahr 2001/02 jeweils getrennt innerhalb der Eltern-, Schüler- und Lehrerschaft erhoben wurde, bildete die Grundlage für unser Schulprogramm, das im Schuljahr 2002/03 verabschiedet und 2005 um ein Leitbild ergänzt wurde. Aufgrund dieses Schulprogramms konnten parallel zur Schulstrukturreform (Abschaffung der Orientierungsstufe, Abitur nach 12 Schuljahren) unsere Schulprofile in den Sekundarbereichen I und II realisiert werden, die eine große Vielfalt an Angeboten zur begabungsgerechten Förderung der Schülerinnen und Schüler bereit halten.
Nun liegen weitere ereignisreiche Schuljahre 2006/2007 und 2007/2008 hinter uns, in denen sich unsere Schule einer umfassenden Qualitätsprüfung stellte. Im Rahmen des „total quality management“ wurden im Februar 2007 eine interne Selbstevaluation (nach EFQM) und im März 2007 eine externe Fremdevaluation durch die Niedersächsische Schulinspektion durchgeführt. Beide Evaluationen kamen zu einem gleich guten Ergebnis: Schülerschaft, Elternschaft und Kollegium des OHG können stolz sein auf das, was sie geleistet haben. Das OHG ist eine Schule mit sehr vielen Stärken, wenig Schwächen und einem hohen Entwicklungspotential.

Schulinspektion am Otto-Hahn-Gymnasium


Im Mai 2005 wurde die Niedersächsische Schulinspektion eingerichtet. Sie hat die Aufgabe, an allen Schulen des Landes regelmäßig Schulinspektionen durchzuführen, um ihnen dadurch wichtige Impulse für die weitere Schulentwicklung zu geben. Am Otto-Hahn-Gymnasium fand die erste Schulinspektion vom 19. bis 23. März 2007 statt. Die Inspektoren besuchten in dieser Zeit fast 80% der Lehrkräfte im Unterricht, führten Interviews mit allen Gruppen der Schule (Schulleitung, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Eltern, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen) und überprüften die von der Schulleitung eingereichten Konzepte auf ihre Praxistauglichkeit. Auch die Eindrücke aus einem Schulrundgang flossen in die Auswertung der Ergebnisse ein, die der Schule und dem Schulträger in einem umfassenden Bericht vorgelegt wurden.
Die Ergebnisse der Schulinspektion können hier heruntergeladen werden:

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Verbesserung der Unterrichtsqualität am OHG

Zusammenarbeit zwischen dem OHG und der Universität Osnabrück

In der internationalen Debatte zur Verbesserung des Lernerfolges wird als eine wichtige Maßnahme angesehen, die kognitive Aktivierung der Lernenden in den Mittelpunkt des Unterrichts zu stellen. Dazu gelten Maßnahmen, welche die metakognitiven Kompetenzen der Lernenden fördern, als wichtigstes Instrument. Metakognition wird dabei meist in drei Kategorien dekomponiert: das Planen (z.B. von Problemlöseschritten oder des methodischen Vorgehens), das Monitoring (z.B. das Überwachen von fachspezifischen Tätigkeiten, von Argumentationen, das Überwachen der Zielerreichung) sowie die Reflexion (z.B. über fachspezifische Begriffe, über das bisherige Vorgehen, über die Diskrepanz zwischen Darstellungen und Vorstellungen). Es gilt die Unterrichtskultur so zu verändern, dass die Lernenden mehr ihre eigenen Denkprozesse planen, überwachen und reflektieren. Zusätzliches Gewicht wird auf die Förderung der Gesprächskultur gelegt. Dabei ist von besonderem Interesse, inwiefern das Gesagte das Gemeinte widerspiegelt, das Gespräch sich tatsächlich auf das bezieht, was zur Debatte steht (Diskursivität).

Im Kompetenzzentrum Unterrichtsqualität der Universität Osnabrück beschäftigen sich Fachdidaktiker im fächerübergreifenden Projekt" "Metakognitive und diskursive Aktivitäten als Indikatoren für Unterrichtsqualität (MeDUQua) mit diesem Thema. Daran sind zusätzlich beteiligt Vertreter der Niedersächsische Landesschulbehörde, der Niedersächsische. Schulinspektion, Vertreter von Studienseminaren und interessierte Lehrkräfte, darunter auch zwei vom OHG.

Seit 2005 besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Kognitive Mathematik der Universität Osnabrück und Lehrkräften am Otto-Hahn-Gymnasium. Diese wurde noch weiter intensiviert durch die Mitarbeit einiger Mathematikfachkollegen im von der Deutsche Telekom Stiftung geförderten Projekt "Mathematik Gut Unterrichten". Mit Beginn des Schuljahres 2009/2010 wurde als Weiterführung das Projekt begonnen "Förderung Metakognitiver und Diskursiver Kompetenzen im gymnasialen Mathematikunterricht in Klasse 7". In diesem Projekt sollen Maßnahmen konzipiert und erprobt werden, mit denen metakognitive und diskursive Aktivitäten von Lernenden und Lehrenden gesteigert werden. Es soll dokumentiert werden, inwieweit sich Lernklima und Lernerfolg in zwei 7. Klassen steigern lassen.

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