Schulprogramm

  1. Präambel
  2. Leitbild
  3. Schulprofil
  4. Evaluation
  5. Entwicklungsschwerpunkte

A      Präambel

Das Otto-Hahn-Gymnasium ist hervorgegangen aus einer Bürgerinitiative der Eltern zur Gründung eines Gymnasiums im damaligen Landkreis Springe. Heute ist es eines der größten Gymnasien Niedersachsens. Wir fühlen uns dem Anspruch verpflichtet, ein breit gefächertes und qualitativ hoch stehendes gymnasiales Angebot für die Schülerinnen und Schüler im Altkreis Springe bereit zu halten. Hierdurch nimmt das Otto-Hahn-Gymnasium seinen Auftrag wahr, als wichtiger Kultur- und Bildungsträger im ländlichen Einzugsgebiet zwischen Deister und Süntel sowie als bedeutender Standortfaktor für die Stadt Springe zu wirken.

 

B      Leitbild

Das OHG bietet Schülerinnen und Schülern eine vielfältige interessenspezifische Förderung und trägt dazu bei, dass viele Schüler das Abitur mit überdurchschnittlichen Ergebnissen abschließen. Wir legen sehr viel Wert auf die Partizipation von Schülerinnen und Schülern sowie Eltern bei der Gestaltung eines aktiven Schullebens, was an unserer Schule z. B. auch durch die Eltern- und Schülerbeteiligung in der Steuergruppe zum Tragen kommt.

Wir begleiten unsere Schülerinnen und Schüler beim Lernen und helfen ihnen, eigene Stärken und Begabungen zu erkennen und weiterzuentwickeln. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten wir in verschiedenen Gremien intensiv zusammen. Dabei profitieren wir von einer vertrauensvollen Atmosphäre innerhalb der Lehrerschaft und einer hohen Bereitschaf zur Kooperation.

Wir unterstützen durch Maßnahmen wie die systematische Fortführung des Sozialtrainings die Sozial- und Selbstkompetenz der Schülerinnen und Schüler, um sie zur Übernahme von Verantwortung in der Gesellschaft zu befähigen.

 

C      Schulprofil

Unterricht

Im Rahmen der Unterrichtsentwicklung arbeiten wir ständig an der kontinuierlichen Verbesserung der Qualität unseres pädagogischen Handelns. Aus der Unterrichtsentwicklung gehen auch Impulse für die schulische Organisation hervor. Im bewährten Doppelstundenmodell sollen unsere Schülerinnen und Schüler an fachspezifischen Gegenständen Kompetenzen erwerben, indem sie

  • sich ein tragfähiges Grundwissen aneignen,
  • problemlösendes, abstrahierendes, produktives und vernetztes Denken erlernen,
  • im Sinne der Wissenschaftspropädeutik selbstständige Lernbereitschaft entwickeln,
  • an musisch-kulturellen Aktivitäten Interesse und Freude gewinnen,
  • ihre Kreativität entdecken und weiter entwickeln.

Dabei stehen insbesondere die Bereiche des eigenverantwortlichen Lernens und der Teamarbeit im Vordergrund. Das unterrichtliche Lernen wird durch zahlreiche Projekte, Exkursionen, Fahrten und vielseitige internationale Austauschprogramme bereichert.

Die begabungsgerechte Förderung der Schülerinnen und Schüler ist dem Otto-Hahn-Gymnasium wichtig, dies kommt auch in dem speziellen Förderkonzept zum Ausdruck. In den Jahrgängen 7-9 wurde gemäß der Stundentafel 1 ein Wahlpflichtbereich mit attraktiven Bildungsangeboten entwickelt, der in dem folgenden Schaubild zusammenfassend dargestellt wird (WPK-Profil):

 

 

 

 

 

Oberstufe und Abitur

In der Oberstufe wird ein breites Fächerangebot für die individuelle Schwerpunktsetzung vorgehalten.

Das Otto-Hahn-Gymnasium Springe bietet eine Vielzahl an Kurswahlmöglichkeiten im Bereich der Qualifikationsphase. Die Schülerinnen und Schüler können den gesellschaftswissenschaftlichen, naturwissenschaftlichen, sprachlichen oder den musisch-künstlerischen Schwerpunkt wählen und so zahlreiche Fächer auch als Kurse auf erhöhtem Niveau belegen.

Bei den Kurswahlen erhalten die Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase intensive Betreuung und Beratung im Rahmen eines Projekttages. Für jeden Jahrgang wird aus den Schülerwahlen ein Leistenplan erstellt, der möglichst alle Studienplanwünsche der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt.

Durch die Vielzahl an Kombinationsmöglichkeiten sollen optimale Bedingungen für eine individuelle Förderung geboten werden.

Bei den Wahlfächern sind ggf. weitere Schwerpunktsetzungen durch die Wahl von Informatik, einer weiteren Naturwissenschaft oder einer weiteren Fremdsprache möglich.

In der folgenden Übersicht sind die Wahlmöglichkeiten tabellarisch dargestellt:

 

Berufs- und Studienorientierung

Die Schülerinnen und Schüler sollen in unserer Schule zu einer verantwortlichen Zukunftsgestaltung befähigt werden. Ein zentraler Punkt auf diesem Weg ist die Berufs- und Studienorientierung, die wir als kontinuierlichen Prozess betrachten. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich schon im Unterricht des Sekundarbereichs I (z. B. in den Fächern Politik-Wirtschaft und Deutsch) mit der Arbeits- und Berufswelt auseinander und lernen eigene Stärken und Schwächen kennen. Durch zahlreiche Angebote wie den Zukunftstag im Sekundarbereich I, das Betriebspraktikum und den BIZ-Besuch in der Einführungsphase und nicht zuletzt durch Studienorientierung und Study-Test in der Qualifikationsphase wollen wir unseren Schülerinnen und Schülern einen erfolgreichen Übergang in Studium und Beruf ermöglichen.

 

Soziales Handeln

Unser Ziel für den sozialen Lernort Schule ist, die sozialen und kommunikativen Kompetenzen junger Menschen zu fördern und so das soziale und eigenverantwortliche Handeln unserer Schülerinnen und Schüler zu entwickeln. Dies wird durch die Mitarbeit in der SV, dem Schülerrat, dem Schulsanitätsdienst, als Busbegleiter, Lerntutoren und Schülermediatoren gestärkt. Den konstruktiven Umgang mit Konflikten erlernen die Schülerinnen und Schüler durch die Peer-Mediation. Unterstützt werden sie dabei durch die umfangreiche Gewaltpräventionsarbeit am OHG (Kooperation mit der Polizei, Sozialtraining mit außerschulischen Anbietern, Anti-Mobbing-Programm, Cyberlicence). Bei Mobbingvorfällen kann ein geschultes Mobbing-Interventions-Team (MIT) bzw. bei anderen Konflikten der Beratungslehrer hinzugezogen werden.

 

Schul- und Austauschfahrten

Zur weiteren Stärkung der Sozialkompetenzen sowie der Teamfähigkeit bietet das Otto-Hahn-Gymnasium zahlreiche Exkursionen und Schulfahrten an. Neben den Klassenfahrten in den Jahrgängen 6 und 8 findet in der Jahrgangsstufe 9 üblicherweise ein Segeltörn oder die „OHG-Outdoor-Tour“ mit Kanufahren, Klettern und Mountainbiking statt.

Interkulturelle Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler werden durch zahlreiche Austauschfahrten im 9. und 10. Jahrgang nach Frankreich, Polen, den USA und Australien gefördert. Durch eine Vielzahl fachbezogener Studienfahrten im Jahrgang 12 können die Schülerinnen und Schüler ihren Lernhorizont ebenso erweitern.

 

Partizipation

Wir legen großen Wert auf Eltern- und Schülerbeteiligung. Eltern können sich beispielsweise im Schulelternrat oder Förderverein engagieren oder durch die Mitarbeit in der Cafeteria aktiv am Schulleben teilnehmen. Ebenso gibt es kaum eine andere Schule, an der Schülerinnen und Schüler sowie Eltern in der Steuergruppe für Qualitätsmanagement mitarbeiten können.

Auch die Schülervertretung arbeitet ganz selbstverständlich eng mit der Schulleitung zusammen und ist daher bei vielen Entwicklungsprozessen direkt eingebunden.

Kultur

Kulturell hält das OHG vielfältige Angebote bereit: Die Schülerinnen und Schüler können bereits ab der 5. Klasse an verschiedenen Musikangeboten teilnehmen. Dies umfasst die Teilnahme im Chor, im verschiedenen Orchestern und Bands. Ihr Können präsentieren sie z. B. auf dem Jagdschloss-, Sommer- und Weihnachtskonzert. In der Musikklasse (5./6. Jahrgang) und im WPK Musik (7.-9. Jahrgang) unterstützen wir gezielt die musikalische Entwicklung der Schülerinnen und Schüler.

Auch in anderen künstlerischen Bereichen bietet das OHG den Schülerinnen und Schülern zahlreiche Möglichkeiten, z. B. durch den WPK Mediales Gestalten, die Film-AG sowie im Rahmen der Theaterpädagogik im Darstellenden Spiel-Kurs bzw. in der Musik-Theater-AG (10./11. Jahrgang).

Das Ergebnis dieser breit angelegten kulturellen Förderung ist eine Vielzahl von erstklassigen Theater- und Musicalproduktionen, die das öffentliche Leben Springes bereichern. Nicht zuletzt werden diese Erfolge durch die schuleigene Licht- und Tontechnik-AG ermöglicht.

 

D      Evaluation

Schule wird von uns als System betrachtet. Deshalb arbeiten alle am Erziehungsprozess beteiligten Gruppen ständig an der Verbesserung der Qualität des pädagogischen Handelns. Dieses ist nur durch einen sinnvollen Evaluationsprozess auf verschiedenen Ebenen möglich: Alle drei bis vier Jahre findet ein umfangreicher Selbstevaluationsprozess statt. Neu eingeführte Organisationsstrukturen oder methodische Konzepte werden in regelmäßigen Abständen im Rahmen eines Evaluationsplans auf ihre Effektivität und Wirksamkeit überprüft und ggf. verändert.

Seit dem Schuljahr 2006/07 wird der Selbstevaluationsprozess mit dem Kurshandbuch zur Schulqualität (Braunschweiger Modell) durchgeführt. Die Arbeit mit dem Schulqualitätshandbuch führt in einem zeitlich überschaubaren Rahmen zu einer hohen Akzeptanz der Ergebnisse. Zudem haben in dem kommunikativen Ansatz die betreffenden Arbeitsgruppen (Lehrkräfte, Schulleitung, Elternvertretung, Schülervertretung sowie das nichtlehrende Personal) nur die Bereiche zu bewerten, die sie auch selbst zu verantworten haben. Die Ergebnisse des dritten Selbstevaluationsprozesses 2012 führten zu Entwicklungsschwerpunkten, die in das Schulprogramm mit aufgenommen wurden.

 

E       Entwicklungsschwerpunkte

Von April bis Juni 2012 wurde der dritte Selbstbewertungsprozess am OHG durchgeführt (siehe auch Punkt Evaluation). Neben verschiedenen kurzfristig umzusetzenden Sofortmaßnahmen – wie z.B. die Veröffentlichung aller pädagogischen Konzepte des OHG auf der Homepage – wurden auch langfristige Entwicklungsprojekte empfohlen, die zu den Themenbereichen zusammengefasst und in ihrer Rangfolge der Priorisierung hier kurz erwähnt werden:

Die Nachhaltigkeit der Maßnahmen bezieht sich auf eine stetige Umsetzung von bereits eingeführten und umgesetzten Konzepten bzw. auf die konsequente Einhaltung von Regeln. So soll z. B. zur effektiven und systematischen Fortführung der Teamentwicklung in den Klassen ab dem Schuljahr 2013/14 eine zusätzliche Verfügungsstunde in den Jahrgängen 6 und 7 eingerichtet werden. Die Schulordnung, die in Zusammenarbeit mit allen Gremien überarbeitet wurde, wird konsequent mit Einbezug der Elternschaft umgesetzt. Neue Konzepte im Umgang mit Absentismus (insbesondere in den Jahrgängen 10 – 12), zur Gesundheitsförderung sowie der Optimierung der Öffentlichkeitsarbeit am OHG werden von speziell eingerichteten Arbeitsgruppen unter Mitwirkung von Lehrkräften, Eltern und der Schülerschaft entwickelt und bis zum Schuljahr 2015/16 nachhaltig umgesetzt.

 

Bemerkungen zur Inklusion:

Das Otto-Hahn-Gymnasium versteht Inklusion als eine lohnende Aufgabe und zugleich konsequente Weiterentwicklung des eigenen pädagogischen Leitbildes. Die Gestaltung einer inklusiven Kultur wird Eingang finden in die weitere konzeptionelle Entwicklung der Schule.

Die Arbeitsgruppe „Inklusion“ wird auf Basis ihres pädagogischen Konzeptes das Schulprogramm in den Abschnitten „Leitbild“, „Schulprofil“ und „Entwicklungsschwerpunkte“ ergänzen.

 

Das gesamte Schulprogramm kann >>hier heruntergeladen werden.