Förderkonzept

Die meisten Elemente der Förderkonzepte des OHG haben sich seit einigen Jahren bewährt und werden dennoch ständig überarbeitet und den aktuellen Anforderungen angepasst. Ziel ist es, die vorhandenen Ressourcen möglichst bedarfsgerecht und effektiv einzusetzen.

Fördern beinhaltet die Behebung der Lerndefizite schwächerer Schülerinnen und Schüler sowie die Bereitstellung zusätzlicher Lernangebote für leistungsstärkere Schüler. Deshalb sollen leistungsschwächere und leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler gleichermaßen in den Blick genommen werden. Für beide Gruppen gilt es Angebote vorzuhalten, die jeweils angemessen fördernden oder aber (heraus-)fordernden Charakter haben.

Daher werden Maßnahmen entwickelt, die nicht nur den kognitiven Bereich, sondern auch die Förderung der methodischen und sozialen Kompetenzen berücksichtigen. Diese differenzierenden Grundüberlegungen sollen ein Höchstmaß an adressatengerechten Angeboten gewährleisten.

Die Leitfrage der Förderung lautet, welche Informationen werden über die einzelnen Schülerinnen und Schüler benötigt, um sie angemessen individuell fördern und beraten zu können. Ziel ist es, sie darin zu unterstützen, ihr Lernen zu verbessern.

Damit die Förderung gelingen kann, sollte jedoch eine wesentliche Voraussetzung erfüllt sein: Es kann nur der Lernende gefördert werden, der bereit ist, sich auf entsprechende Angebote einzulassen. Wichtig ist, sein Lernen unter dem Entwicklungsaspekt zu betrachten, seine Fähigkeiten und seinen Lernwillen mit einzubeziehen. Der Schule obliegt in diesem Sinne die Aufgabe, neben einer guten Passung zwischen Angebot und tatsächlichem Förderbedarf auch ein wertschätzendes Umfeld zu schaffen, in dem die Lernenden sich angenommen fühlen.

 

Einbettung in das Gesamtkonzept

Da Lernen stets ein ganzheitlicher Prozess ist, der eine umfassende Persönlichkeitsbildung der Schülerinnen und Schüler darstellt, umfasst die pädagogische Beratung und Förderung am OHG neben der sozial-pädagogischen Beratung auch die Aufrechterhaltung eines förderlichen Lernklimas durch soziale Unterstützungsangebote.

Dabei ist das spezielle Förderkonzept als essentieller Teilbereich in das pädagogische Gesamtkonzept eingebettet und besteht aus den Aspekten Lerndiagnostik, Erleichterung der Übergänge, gruppenbezogene Förderprogramme, individuelle Förderung im Unterricht und außerschulische individuelle Förderung. Der Teilbereich Förderung ist im Gesamtkontext des pädagogischen Gesamtkonzeptes allerdings nicht isoliert zu betrachten, sondern ist interdependent mit weiteren Konzepten wie zum Beispiel mit dem Begabungsförderungs-Konzept, dem Methoden-Konzept oder dem Beratungs-Konzept.