Individuelle Förderung

Was ist neu am Konzept „Individuelle Förderung“

Das neue Konzept zur „Individuelle Förderung“ wie z. B. die Konzepte zur Begabungsförderung und Inklusion – und verknüpft sie mit weiteren „Handreichungen“ zu einem umfassenden Konzept. Dabei werden verschiedene Aspekte aufgegriffen:

  • Das Konzept der Inklusion wird mit der Begabungsförderung verbunden.
  • Die wesentlichen Übergänge werden mit den möglichen Unterstützungsmaßnahmen ausführlich dargestellt.
  • Der Organisationsrahmen für die Inklusion wird vorgestellt.
  • Die Wahlpflichtkurse als begabungsgerechte Förderung werden einbezogen.
  • Die verschiedenen Aspekte zum Nachteilsausgleich werden zusammengefasst.
  • Die Handhandreichungen zur individuellen Lernentwicklung (ILE), zum Übergang Sek I/II, zur Berufsorientierung und zum WPK werden an passender Stelle benannt.

 

Welches Ziel verfolgen wir mit der individuellen Förderung am OHG?

Die Leitfrage der individuellen Förderung am OHG lautet: Welche Informationen werden über die einzelnen Schülerinnen und Schüler benötigt, um sie angemessen individuell fördern und beraten zu können? Ziel ist es, sie darin zu unterstützen, ihr Lernen zu verbessern. Damit die individuelle Förderung gelingen kann, sollte jedoch eine wesentliche Voraussetzung erfüllt sein: Es kann nur der Lernende gefördert werden, der bereit ist, sich auf entsprechende Angebote einzulassen. Wichtig ist, sein Lernen unter dem Entwicklungsaspekt zu betrachten, seine Fähigkeiten und seinen Lernwillen mit einzubeziehen. Dem OHG obliegt in diesem Sinne die Aufgabe, neben einer guten Passung zwischen Angebot und tatsächlichem Förderbedarf auch ein wertschätzendes Umfeld zu schaffen, in dem die Lernenden sich angenommen fühlen.

 

Wovon gehen wir aus?

Wir gehen davon aus, dass es unterschiedliche Lerngeschwindigkeiten und -potenziale schon immer am Gymnasium gegeben hat. Ein wesentliches Beispiel sind hier die Schüler mit besonderen Begabungen, die vermeintlich zielgleich unterrichtet werden. Um ihrer Potenzialentwicklung gerecht zu werden, ist zielgleicher Unterricht kaum tragfähig. Gleichheit besteht eher in der Anerkennung der Vielfalt und der Möglichkeit, die gegebenen unterschiedlichen Potenziale entwickeln zu können.

 

Welche Chancen für die Schulentwicklung sehen wir?

Die inklusive Schul- und Unterrichtsentwicklung wird am OHG als Chance gesehen, die individuelle Förderung weiter auszubauen und in die tägliche Unterrichtsgestaltung noch tiefer einzuweben. Dazu bedarf es der Entwicklung von Unterrichtssituationen, in denen an alle Lernenden hohe Erwartungen gestellt werden, sodass jede Schülerin bzw. jeder Schüler an die eigene Lerngrenze kommt, um sie zu überwinden – und dies unabhängig von einer möglichen Lernbeeinträchtigung oder einer Hochbegabung. Der Begriff der individuellen Förderung beinhaltet die Behebung von Lerndefiziten schwächerer Schülerinnen und Schüler sowie die Bereitstellung zusätzlicher Lernangebote für leistungsstärkere Lernende, die aber nicht nur den kognitiven Bereich, sondern auch die Förderung der methodischen und sozialen Kompetenzen berücksichtigen.