Wie kann unsere Wirtschaft nachhaltiger werden – und welche innovativen Ideen gibt es schon heute? Diesen Fragen gingen die Erdkundeschülerinnen und- schüler in Jahrgang 13 und die Klasse 10B bei Besuchen des PopUp-Walds der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in Hildesheim im Frühjahr 2026 auf den Grund.
Gleich zu Beginn durchliefen die Schülerinnen und Schüler die interaktive Ausstellung mit vielen anschaulichen Exponaten, die zeigten, wie vielfältig die Natur in der modernen Wirtschaft genutzt werden kann. Besonders staunenswert: Farben aus Pilzen, Tampons aus Algen, Fischleder, Biokunststoff aus Mikroalgen und Kaffeekapseln aus Holzfasern – kreative Beispiele für eine umweltfreundlichere Produktion.
Im Anschluss drehte sich alles um die Leitfrage „Was ist Bioökonomie?“ Dabei lernten die Jugendlichen, wie Rohstoffe biologischen Ursprungs fossile Materialien ersetzen können und welche Chancen das für Klima, Wirtschaft und Gesellschaft bietet. Gemeinsam wurden anschließend mögliche Maßnahmen und praktische Umsetzungen erarbeitet, etwa in den Bereichen Verpackung, Ernährung oder Energie. Frederick (10B) bemerkte: „Heute habe ich die vielfältigen Möglichkeiten und Anwendungsbereiche der Bioökonomie mit nachwachsenden Rohstoffen kennengelernt und kann diese nun auch gezielt im Alltag auswählen.“
Ein Höhepunkt des Vormittags war das Planspiel „Green Up City“. In einem komplexen Rollenspiel übernahmen die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Rollen – von Unternehmen und Initiativen bis zur Stadtverwaltung. Ziel war es, in Springe verschiedene fiktive nachhaltige Projekte zu entwickeln und über deren Förderung zu entscheiden. So wurde Bioökonomie nicht nur theoretisch erklärt, sondern im echten Diskurs erlebt. Linn (10B): „Man kommt schon ins Nachdenken, welche Produkte man wirklich braucht und woraus sie hergestellt sind. Außerdem überlegt man auch zweimal, ob man nicht den Bus oder Zug statt des Autos im Alltag nehmen kann“.
Zum Abschluss reflektierte die Klasse gemeinsam das Planspiel, die Ideen der Bioökonomie und den gesamten Vormittag. Schnell wurde klar: Nachhaltigkeit ist kein fernes Zukunftsthema, sondern bereits heute gestaltbar – und das macht richtig Spaß, wenn man gemeinsam kreativ wird!
